worauf bei Sonne und Hitze zu achten ist
Sonne und Hitze setzen auch unseren Vierbeinern zu! Foto: @ Pixabay

Dos & Don’ts im Sonnenschein und bei Hitze

Der Sommer rückt immer näher. Die Sonnenstunden vermehren sich und die Temperaturen steigen. Das ist einerseits schön, tut die Sonne nach der Dunkelheit der kalten Jahreszeit so gut. Andererseits birgt sie – genau wie die Wärme, die sie verbreitet – auch so manche Gefahr. Worauf bei Sonne und Hitze zu achten ist und was getan oder vermieden werden will, haben wir hier zusammengefasst!

Schmerzhafter Sonnenkuss

Nicht nur uns Menschen droht bei zu viel Sonne ein Sonnenbrand – auch Vierbeiner müssen davor geschützt werden. Aber wie beim Menschen gibt es hier einige Unterschiede. So sind Hunderassen mit heller Haut und hellem bzw. kurzem Fell zumeist anfälliger – Dalmatiner, weiße Bulldoggen, Australian Shepherds, Dogo Argentinos, Beagles und Collies ganz besonders.

Allerdings gibt es auch Körperstellen, die empfindlicher sind als andere. Dazu zählen all jene, die schwächer behaart sind, wie die Ohren, Nase und der Nasenrücken,

Hund mit Sonnenbrand VetMed Uni Vienna
© VetMed Uni Vienna

der Bereich um die Augen und der Rücken. Diese sollten daher allgemein besonders geschützt werden.

Schutz bieten natürlich in erster Linie schattige Plätzchen. Auch vor der Mittagshitze gilt es, sich in Acht zu nehmen, da sie besonders intensiv ist und Haut und Organismus stark zusetzen kann. Hier empfiehlt es sich, die Mittagszeit zu Hause zu verbringen. Aktivitäten über Mittag sollten in jedem Fall gemieden werden.

Auf wenig oder nicht-behaarte Körperstellen kann auch beim Hund zum Schutz Sonnencreme oder Sunblocker aufgetragen werden. Die Sonnencreme sollte jedoch zumindest Lichtschutzfaktor 30 enthalten. Bei erhöhter Sonneneinstrahlung (wie bei Wanderungen am Berg) kann Bello zum Schutz auch ein leichtes T-Shirt tragen.

Kündigt sich ein Sonnenbrand in Form von geröteter, warmer oder schuppender Haut schon an, heißt es, sofort in den Schatten zu gehen! Kühle Umschläge und beruhigende Salben mildern die Symptome. Fettcremes helfen hier, der Austrocknung der Haut entgegenzuwirken. Bei schwereren Verbrennungen sollte auf jeden Fall der Tierarzt oder die Tierärztin kontaktiert werden.

Achtung Auto!

Die Autofalle wurde schon so manchem hilflosen Vierbeiner zum Verhängnis. Daher ist hier Vorsicht geboten! Autos heizen sich außerordentlich schnell auf – auch an weniger warmen Tagen. Im Inneren eines Wagens kann das Doppelte der Außentemperatur rasch sogar noch überschritten werden! Wartende Bellos sind diesen Temperaturen hilflos ausgeliefert und können die Hitze bald nicht mehr durch Hecheln ausgleichen. Dabei kann es schnell zum Hitzeschock kommen, der für Hunde lebensbedrohend sein kann!

Daher ist es natürlich besser, den Vierbeiner im Sommer bei Einkäufen oder Ähnlichem zu Hause, anstatt im Auto zu lassen. Manchmal ist es aber unumgänglich, ihn mitzunehmen. Dann sollte unbedingt auf einen Schattenparkplatz geachtet werden. Die Wanderung der Sonne muss bei der Parkplatzsuche mitberücksichtigt werden, sodass das Auto samt Bello nicht binnen kürzester Zeit der Sonne ausgesetzt ist.

Um einen Hitzestau zu vermeiden, muss das Auto gut belüftet werden. Dazu sollten mindestens zwei Fenster geöffnet werden, sodass ein Durchzug entstehen kann. Kann das Dach geöffnet werden, ist auch das eine gute Option. Abstandhalter zur Belüftung des Kofferraums, die beispielsweise in Tierhandlungen erhältlich sind und die Heckklappe des Wagens immer leicht geöffnet halten, beugen dem Hitzestau ebenso vor. Um zusätzliche Hitze abzuwehren, kann dazu auch ein feuchtes Tuch ins Fenster gehängt werden. Mit diesen Vorkehrung und zusätzlichem Zugang zu frischem Wasser sollte Bello während kurzer Wartezeiten sicher sein.

Sonne und Hitze mit Hund
Bei Hitze gibt es für jeden Vierbeiner die passende Maßnahme zur Erfrischung des Organismus. Foto: @ Pixabay

Wasser – Quell des Lebens

Hunde haben – wie Menschen – während des Sommers einen erhöhten Wasserbedarf. Dieser steigt schon bei Temperaturen ab 20 Grad Celsius. Um in den Sonnenstunden und Hitzephasen einer Körperdehydrierung entgegenzuwirken, sollte also auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Ein stets gefüllter Wassernapf sowie eine Wasserflasche für unterwegs erfüllen die notwendigen Voraussetzungen.

 

Wasser wirkt aber nicht nur von innen. Auch äußerlich hilft es, die Körpertemperatur etwas zu senken und den Organismus zu erfrischen. Wer keine geeignete Hundebadestelle in seiner Nähe findet, kann einen kleinen Hundepool in den Garten stellen. Auch Abspritzen mit dem Gartenschlauch bringt Abkühlung. Außerdem ist eine kleine Wasserschlacht im Sommer genau das Richtige. Wer von diesen Möglichkeiten nicht Gebrauch machen kann, legt Bello am besten feuchte Tücher auf die Beine – auch das hilft, den Kreislauf zu beruhigen. Außerdem gewöhnt es vor dem Sprung ins kühle Nass sanft an die Abkühlung. Auch das ist wichtig für einen stabilen Kreislauf.

Bei Hitze lieber entspannen…

Ist es im Sommer richtig warm, sollen Anstrengungen für Mensch und Hund vermieden werden. Spaziergänge, Ballspiele und ähnlich anregende Aktivitäten daher besser frühmorgens oder spätabends unternehmen. Das schützt auch Bellos Pfoten! Wer tagsüber unbedingt hinaus will, sollte den Spaziergang in den Wald verlegen. Dort ist es meist angenehm ruhig – und vor allem kühl.

Sonne und Hitze als Gefahr für den Hund
Bei Hitze soll sich Hund am besten entspannen! Foto: © Pixabay

Um auch dem Magen des Vierbeiners in der Hitze nicht zuzusetzen, sollten größere Portionen vermieden werden. Im Sommer also lieber weniger, dafür aber öfter essen. Gekühlte Nahrungsmittel sind hier besonders beliebt, weil sie den Organismus erfrischen. Eis mögen also nicht nur Herrchen und Frauchen – auch der Hund liebt es! Um Bello dabei aber dennoch etwas Gesundes zu bieten, empfiehlt es sich, das Eis selbst zuzubereiten. Das gelingt schnell und schmeckt! Ob aus Leberwurst, Wassermelone oder Banane – der Kreativität kann freier Lauf gelassen werden.