Hundebabys - Welpenfütterung
© Fotolia

Dabei zu sein, wenn der eigene Vierbeiner langsam größer wird, gehört zu den schönsten Zeiten im Leben eines „Hundemenschen“. Mit der richtigen Ernährung werden jetzt die Weichen für eine gesunde Zukunft gestellt.

Rückblickend betrachtet, vergeht die Zeit ja wie im Flug. Fast kommt es einem vor, als könne man regelrecht zusehen, wie aus dem kleinen, süßen Welpen ein kräftiger, ausgewachsener Hund heranwächst.

Abhängig von der jeweiligen Rasse oder dem zu erwartenden Endgewicht, können Wachstumsraten von einem oder mehr Kilo pro Woche durchaus diesen Eindruck vermitteln. Damit haben wir auch schon eine wesentliche Grundaussage: der Verlauf und die Dauer der sogenannten Wachstumskurve sind wesentlich von der Größe des „fertigen“ Hundes abhängig. Je größer der Hund ist, desto länger dauert die Wachstumsphase und die Gewichtszunahme ist bei Riesenrassen, auch in Relation zum Geburtsgewicht, deutlich stärker ausgeprägt. So kann die Zeit des Heranwachsens bei einzelnen Rassen bis zu zwei Jahre dauern, während andere, kleinere Hunde schon mit knapp einem Jahr ausgewachsen sind. Das und noch viel mehr gilt es zu berücksichtigen, wenn man entlang der Wachstumskurve nicht „ins Schleudern“ geraten will.

Eiweißversorgung der Welpen

Beispielsweise ist die ausreichende Versorgung mit hochwertigen Proteinen für die Entwicklung der Immunantwort und der Muskulatur von Bedeutung. Die weit verbreitete Annahme, ein Mehr an Eiweiß könne das Wachstum beschleunigen, entspricht dabei übrigens nicht den Tatsachen. Gefährlich wird es, wenn Junghunde mit einem Übermaß an Kalorien und Energie versorgt werden. Das ist für kleine Rassen, die dann rasch zu Übergewicht neigen, ebenso schädlich wie für Riesenrassen. Zu schnelle Gewichtszunahme kann bei diesen durch die relativ langsame skelettale Entwicklung zu massiven Problemen im Bewegungsapparat führen.

Apropos Knochenwachstum: hartnäckig hält sich das Gerücht, dass man zusätzlich Kalzium ins Futter geben sollte. Das ist nicht nur falsch, sondern vor allem auch gefährlich. Kalzium und Phosphor müssen für die Erreichung der optimalen Knochenfestigkeit in einem bestimmten Verhältnis stehen. Einseitiges Zufüttern von Kalzium würde eben dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht bringen und schwere Schäden am Knochengerüst verursachen. Vor allem für Riesenrassen, also Hunden mit einem End(-ideal!)gewicht jenseits der 45 Kilo, steht im ersten Lebensjahr vor allem das Größenwachstum im Vordergrund, im zweiten hingegen dann die Entwicklung der Muskulatur und damit noch einmal deutlich mehr Gewicht.

Wichtige Faktoren

Es gibt aber noch weitere, wichtige Faktoren: Einerseits fällt in diese Zeit auch die Phase der Erziehung. Verwenden sie daher Leckerli mit bewusst niedrigem Energiegehalt. Andererseits werden vor allem weibliche Hunde heute gerne schon recht frühzeitig kastriert und neigen daher eher zur Gewichtszunahme. In jedem Fall macht es Sinn, schon im Welpenalter gemeinsam mit seinem Tierarzt die zu erwartende Wachstumskurve festzustellen und daraufhin regelmäßig das Gewicht zu kontrollieren. Denn wer so früh schon von der „richtigen Bahn“ abkommt, findet später nur sehr schwer zurück.