Biofutter - Obst
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Bio ist – im wahrsten Sinn des Wortes – in aller Munde. Und macht auch vor vielen Hundemäulern nicht halt. Doch wie gefragt ist Biofutter wirklich?

Jedem Kind ist „Bio“ ein Begriff, und biologisch hergestellte Nahrung längst nicht mehr nur im Reformhaus zu finden. Verständlich, denn Mensch denkt mitunter mit. Und will weg von konventionell angebautem Gemüse oder Fleisch, das seine Herkunft der Massentierhaltung zu verdanken hat.

Warum also sollten wir das, was gut für uns ist, nicht auch für unsere lieben Vierbeiner wollen? Denn wenn sich Antibiotika, die konventionell gehaltenen Tieren verabreicht werden, in unserem Fleisch wiederfinden, ganz zu schweigen von zahlreichen weiteren Schadstoffen, die sich dort durch die nicht artgerechte und Tieren unwürdige Haltung festsetzen – warum sollte dieses Fleisch dann im Futter unserer Hunde landen? Konventionelles Futter „enthält neben Konservierungs- und Lockstoffen auch Fleisch und Schlachtabfälle der Massentierhaltung. Darüber hinaus lassen viele große Hersteller dafür grausame Tierversuche durchführen“, so der Verein animal.fair. Die Vorschriften für biologische Tierhaltung bedeuten allerdings nur bedingt artgerechte Tierhaltung, „weshalb unterschieden werden muss, mit welchem Gütesiegel das jeweilige Futter zertifiziert ist“. So seien etwa den Tierschutz betreffenden Auflagen „strenger als jene die erfüllt werden müssen, um das Biosiegel der Europäischen Union zu bekommen“, so animal.fair.

Große Nachfrage

„Tierliebe und die Verantwortung für ein Tier fängt bei der Ernährung und dem richtigen Futter an. Mit Bio Hundefutter bekommt das Haustier Fleisch aus artgerechter Nutztierhaltung sowie dem Verzicht auf Gentechnik und schädlichem Düngemittel“, erklärt Norbert Marschallinger, Geschäftsführer von Fressnapf Österreich. Ganz eindeutig sieht man das bei der steigenden Nachfrage im Bio-Hundefutterbereich. „Bei der Bevölkerung wächst der Anspruch an eine bewusste und gesunde Ernährung. Der Konsument legt Wert auf biozertifiziertes Fleisch und Obst und Gemüse aus der Region. Dieser Anspruch auf gesunde Ernährung bei Tieren rückt auch bei Hundebesitzern immer mehr in den Vordergrund“, so Marschallinger.