Barfen oder BARF-Ernährung ist unter Hundehaltern beliebt
Barfen ist unter Hundehaltern sehr beliebt. Aber was versteht man darunter eigentlich? Foto: © Pexels

Artgerechte Fütterung durch die BARF-Ernährung

Kaum ein Thema polarisiert so stark wie das der Ernährung. Und wenn es um Hunde-Ernährung geht, kommt man vor allem an einem nicht vorbei: dem Barfen. Das liegt nämlich stark im Trend. Wir haben uns mit dem „Biologisch Artgerechten Rohen Futter“ auseinandergesetzt. Antworten soll es im Folgenden auf die Fragen geben: Woher kommt es? Was kann es? Und worauf sollte man dabei achten?

Grundlegendes zum Thema Barfen

Beim Barfen – oder der BARF-Ernährung – handelt es sich um eine spezielle Fütterungsweise unserer Vierbeiner. Entwickelt wurde sie in den USA. Mittlerweile werden auch Katzen und Frettchen gebarft, ursprünglich war das Fütterungsprinzip aber für den Hund gedacht. Es basiert nämlich auf den Fressgewohnheiten von Wildhunden (wie dem Wolf) und soll daher für unsere Fellnasen besonders gesund sein. Das Wichtigste daran: die Naturnähe. Haltbarmacher, Süßstoffe oder andere Zusätze haben in diesem Futter nichts verloren. 

Komponenten der BARF-Ernährung

Zu den Grundbausteinen der BARF-Fütterung zählen:

  • rohes Frischfleisch
  • Innereien
  • (gelegentlich auch) Knochen
  • Fisch

Angereichert werden sie mit Obst und Gemüse. Auch fügt man Fette, Öle und Mineralien bei. Unsere Fellnasen bekommen die Mahlzeiten schließlich im Rohzustand. So bleiben die enthaltenen Nährstoffe zur Gänze erhalten. 

Die Vorteile des Barfens

Ein großer Vorteil beim Barfen besteht in der individuellen Zusammensetzung des Futters. Die Zutaten können nämlich selbst gewählt und flexibel kombiniert werden. Gerade bei Hunden mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien ist das bedeutsam. Hier kann das Futter einfach auf die individuellen Bedürfnisse der Vierbeiner abgestimmt werden. Je nach Rasse, Alter, Gesundheitszustand und Belieben werden Fleisch-, Kohlenhydrat- oder Gemüsesorten eingesetzt (oder gemieden). Auch besteht kein Zweifel darüber, welche Inhaltsstoffe das Futter enthält. Haltbarmacher, Süßstoffe und Ähnliches haben hier nichts verloren. Damit gilt die Fütterung als besonders naturnah.

Barfen ist im Trend
Die meisten Hunde lieben BARF-Futter. Wenn der Vierbeiner skeptisch ist, anfangs gegarte Zutaten beimischen... Foto: © Pexels

Darauf ist dennoch zu achten

Eine bedürfnisorientierte Hunde-Mahlzeit zusammenzustellen, ist nicht ganz einfach. Schließlich müssen alle essentiellen Nährstoffe in der richtigen Dosierung vorkommen. Gerade Kupfer, Zink, Calcium, Jod und die Vitamine A und D werden häufig falsch verabreicht. Sowohl Unter- als auch Überdosierungen können aber auf lange Sicht Schaden anrichten. Daher ist es wichtig, sich als Barf-Neuling mit Experten auszutauschen. Sie wissen, worauf zu achten ist. Und: wo die häufigsten Fehlerquellen liegen. Alternativ bieten auch zahlreiche Futter-Hersteller naturbelassene BARF-Produkte an.