Moderiese Gucci verzichtet auf Echtpelz
Vier Pfoten: Gucci wird pelzfrei

Tierschutzorganisationen können einen bemerkenswerten Erfolg verbuchen: Ein Moderiese will künftig auf Pelz verzichten.

Die Tierschutzorganisationen Vier Pfoten, Humane Society of the United States (HSUS), die italienische Tierschutzorganisation Lega Anti Vivisezione (LAV) und die Fur Free Alliance (FFA) dürfen jubeln: Das führende, weltweit bekannte Modehaus Gucci wird, beginnend mit seiner Frühjahrs-Sommer-Kollektion 2018, auf die Verarbeitung von Echtpelz verzichten, wie Vier Pfoten in einer Aussendung berichtet.

Pelzfreie Zukunft

Guccis Präsident & CEO Marco Bizzarri kündigte gestern während des „Kering Award for Sustainable Fashion“ in London die pelzfreie Zukunft seines Unternehmens an. Diese Selbstverpflichtung Guccis folgt langjährigen Beziehungen zu Mitgliedern der Fur Free Alliance, einer internationalen Koalition von 40 Tierschutzorganisationen, die gemeinsam ein Ende des Pelzhandels erwirken wollen. Guccis pelzfreie Strategie beinhaltet Nerz, Kojote, Marderhund, Fuchs, Kaninchen und Karakulschaf (auch bekannt als Swakara, persisches Lamm oder Astrachan) sowie alle weiteren Spezies, die speziell für die Pelzproduktion gezüchtet oder gefangen werden.

Fashionvictims wollen Nachhaltigkeit

Als Mitglied der Fur Free Alliance (FFA) begrüßt Vier Pfoten die Entscheidung von Gucci sehr. „Die Ankündigung von Gucci zeigt, dass ethischer Konsum und Tierschutz auch für Luxuslabels enorm an Bedeutung gewonnen haben“, sagt Thomas Pietsch, Experte für Wildtiere bei Vier Pfoten. „Anstatt Echtpelz aus Tierquälerei wünschen sich moderne Konsumenten heute auch in diesem Bereich Nachhaltigkeit und Innovation. Wir sind zuversichtlich, dass die grandiose Entscheidung von Gucci unter führenden High Fashion Unternehmen viele Nachahmer finden wird, die in der Vergangenheit ein wichtiges Absatzsegement für die Pelzindustrie dargestellt haben.“

Luxusmodeindustrie will sich bessern

Marco Bizzarri, Guccis Präsident & CEO, erklärt: „Soziale Verantwortung zu tragen gehört zu den zentralen Werten von Gucci, und wir werden uns weiterhin darum bemühen, Umwelt- und Tierschutz in unserer Strategie zu integrieren. Gucci freut sich, mit Unterstützung von HSUS und LAV diesen nächsten Schritt zu gehen und wir hoffen, dass wir dazu beitragen werden, Innovationen anzuregen und Bewusstsein zu schaffen, um die Luxusmodeindustrie zum Besseren zu verändern.“

Unglaubliche Qualen

Joh Vinding, Vorstandsvorsitzender der Fur Free Alliance, ergänzt: „Seit Jahrzehnten sind Tiere in der Pelzindustrie unglaublicher Grausamkeit ausgesetzt und verbringen ihr ganzes Leben kläglich in schmutzigen Käfigen. Guccis neue, pelzfreie Strategie setzt nun einen Meilenstein für die gesamte Luxusmodeindustrie. Gucci nimmt eine klare Haltung für das Wohl der Tiere ein und zeigt der Welt, dass die Zukunft der Mode pelzfrei ist.“

Viele Modemarken bereits pelzfrei

Das Unternehmen schließt sich einer Vielzahl von anderen, führenden Modemarken und Einzelhändlern an, darunter auch Armani, HUGO BOSS, Yoox Net-a-Porter, Stella McCartney und viele mehr – und wird Teil des internationalen Fur Free Retailer Programms das weltweit bereits von 750 Einzelhändlern unterzeichnet wurde.