Buddy wurde Tierquälerei ausgesetzt
Foto: © Facebook/Hunde Such Hilfe

20-Jähriger passte vorübergehend auf Hundewelpen auf und versandte gewaltsame Videobotschaften

Eine 18-Jährige überließ ihren Hundewelpen Buddy zum Aufpassen einem Bekannten. Dieser sandte der jungen Frau drei Videos, in denen Szenen der Gewalt gegen den kleinen Vierbeiner zu sehen waren. Die Wiener Polizei nahm dem Mann den Hund ab. Er muss sich nun wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Die Drohungen, die nach Bekanntwerden seiner Tat online gegen ihn ausgesprochen wurden, waren jedoch so massiv, dass nun Polizeiwachen vor dem Wohnhaus des Täters postiert werden mussten.

Tierquälerei auf Band

Als die Halterin ihren zehn Monate alten Maltesermischling zum Aufpassen bei einem Bekannten abgab, rechnete sie wohl nicht mit dem Grauen, das sie folgend erwarten sollte. Der vermeintliche Aufpasser sandte der jungen Frau drei Videos. Darin war zu sehen, wie ihr kleiner Liebling misshandelt wurde. Polizeisprecher Daniel Fürst berichtete der APA:

“Der Hund wurde gewürgt, gegen eine Wand geschleudert und in ein Klo gedrückt”.

Anlass dafür war der Ärger des Mannes darüber, dass Buddy nach acht Stunden allein in der Wohnung hineingemacht hatte.

Rettung durch die Polizei

Die schockierte Hundemama erstattete Anzeige. Auf diese hin befreite ein Wiener Stadtpolizeikommando den kleinen Rüden aus der Obhut seines Aufpassers. Die Polizei brachte den Vierbeiner schließlich auch ins Tierquartier. Dort durfte er seine Besitzerin erwarten. Da die junge Frau den Hund allerdings nicht dauerhaft behalten kann, wurde über die Hunde-Such-Hilfe nach einem geeigneten Zuhause gesucht. Glücklicherweise wurde man bald fündig! Anfang dieser Woche geht es für den Kleinen ab ins liebevolle neue Daheim.

Buddy ist okay

Dem kleinen Buddy geht es den Umständen entsprechend gut. Abschürfungen, Prellungen und Hämatome berichten von seinem tragischen Ausflug. Gebrochen ist wohl zum Glück nichts.

Gegen den Tierquäler wurden jedoch – nachdem die Videobotschaften online gestellt wurden – ernstzunehmende Drohungen ausgesprochen. Vergeltung und Rache wurden versprochen. So sah sich die Polizei gezwungen, Wachposten vor dem Wohnhaus des Täters aufzustellen. Dies sollte einer Konfliktsituation entgegenwirken. Der Mann wird sich letztlich vor Gericht verantworten müssen. Doch auch wer sich online zu Droh-Aussprüchen verleiten lässt, sei gewarnt: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. “Aufforderungen zu Gewaltdelikten oder auch gefährliche Drohungen gegen eine Person in den sozialen Medien können ebenfalls strafrechtliche Tatbestände erfüllen”, warnt die Landespolizeidirektion.