Die chinesische Rasse Shar-Pei hat ein außergewöhnliches Erscheinungsbild und erlangte dadurch ihre Bekanntheit. Vom Wesen her ist die Hunderasse ausgeglichen, selbstbewusst und wachsam.

FCI Klassifizierung 

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde

Sektion 2.1: Molosser, doggenartige Hunde

Ohne Arbeitsprüfung

 

Ursprungsland: China

FCI-Standardnummer: 309

Widerristhöhe: Rüden 70–90 cm, Hündinnen 65–80 cm

Gewicht: bis zu 90 kg

Verwendung: Jagdhund und Wachhund

Shar-Pei

 

Geschichte und Herkunft

Die  Hunderasse Shar-Pei hat bereits eine lange Geschichte und existiert seit Jahrhunderten in den Provinzen, an das südliche Chinesische Meer angrenzen. Ihre Herkunft ist nicht ganz eindeutig geklärt, man vermutet dass die Rasse aus der Stadt Dialak in der Provinz Kwung Tung stammt. Der faltige Hund wurde bereits sehr früh schon als Wach- und Schutzhund eingesetzt.

 

Wesensart und Verhalten

Der kleine Kerl ist ein treuer und ruhiger Gefährte. Da die Rasse hat nach wie vor einen starken Wach- und Schutztrieb, was man bei der Haltung nicht unterschätzen sollte. Er kümmert sich liebevoll um seine Familie, legt aber ein hohes Selbstbewusstsein an den Tag, was die Erziehung nicht immer ganz einfach macht. Der Shar-Pei ist ein souveräner Hund, der eine einfühlsame Erziehung braucht.

 

Erscheinungsbild

Diese Rasse ist bekannt für ihre Falten, deren Erscheinungsbild einer strengen Beobachtung seitens des Zuchtverbandes unterliegen, um eine übermäßige und damit eine krankhafte Faltenbildung zu vermeiden. Diese sollten stetig sauber gehalten werden, sind aber nicht übermäßig pfegeintensiv. Das Haarkleid ist rau, borstig und kurz. Alle einheitlichen Farben außer weiß sind zulässig.

 

Rasse im Überblick

Bewegung

Rasse im Überblick - Bewertung 3 von 4

Fellpflege

Rasse im Überblick - Bewertung 2 von 4

Familienfreundlichkeit

Rasse im Überblick - Bewertung 2 von 4

Anfängertauglich 

Rasse im Überblick - Bewertung 1 von 4

Im Gespräch mit Dr. Eva-Maria Chibici-Revneanu über Shar Pei Hündin Lucy

 

Warum haben Sie sich genau für diese Hunderasse entschieden?

Unser erster Berührungspunkt mit dieser Rasse war im wahrsten Sinne des Wortes Liebe auf den ersten Blick. Eine unserer Töchter lebt in Mexiko und als wir sie besucht haben, brachten ihre Schwiegereltern eine Shar-Pei-Hündin mit. Sie hat uns gleich in ihr Herz geschlossen und wir sie natürlich auch. Als wir mehr über die Rasse in Erfahrung gebracht haben, waren wir uns sicher: Ein Shar-Pei ist der richtige Hund für uns.

Welche „typischen“ Eigenschaften treffen auf diese Hunderasse zu?

Uns war es wichtig, einen Hund ins Haus zu holen, der besonders kinderlieb ist. Unsere Hündin Lucy ist ein sehr sanftes und liebevolles Wesen, das schätzen wir sehr an ihr. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist eine echte Persönlichkeit. Die Rasse kann einen gewissen Starrsinn mitbringen, auch mit dem Gehorsam nehmen sie es nicht so genau. Auch Lucy ist manchmal eigensinnig – das nehmen wir aber im positiven Sinn wahr.

Wie sieht der Alltag mit Hund aus?

Der Alltag ist denkbar unkompliziert. Unsere Hündin Lucy ist ein vollwertiges „Rudelmitglied“ und in unseren Familienverband stark integriert. Sie begleitet uns auf unseren Wegen und wir nehmen sie auch auf Reisen mit – sie liebt die Nähe zum Menschen und ist gerne dabei. Wir gehen dreimal am Tag „Gassi“ und verbringen viel Zeit miteinander. Wenn es ums Spielen geht, dann entscheidet sie, ob sie will oder nicht – wir lassen ihr dann auch diesen Freiraum.

Foto: Dr. Eva-Maria Chibici-Revneanu mit Lucy

© Chibici 

 

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