Hunde-Malaria durch Parasiten ausgelöst
Bei hohem Fieber und rotem Harn ist Vorsicht geboten! Foto: © Pixabay

Auch Vierbeiner können an Malaria erkranken

Sommer, Sonne, Zeckenzeit. Die klaren Stunden und warmen Temperaturen tun nicht nur dem Menschen gut – auch Zecken fühlen sich zu dieser Jahreszeit besonders wohl. Dass sie für uns Zweibeiner nicht ganz ungefährlich sind, ist wohlbekannt. Doch auch unseren geliebten Vierbeinern können sie gefährlich werden. Mitunter deshalb, weil sie den Erreger einer speziellen Form von Malaria übertragen.

Bei Zecken ist Vorsicht geboten

Ausgelöst wird die Krankheit von sogenannten Babesien. Diese Parasiten können von Zecken auf Hunde oder andere Säugetiere übertragen werden. Auch Menschen sind nicht gänzlich gefeit, bekannte Krankheitsfälle gibt es allerdings nur sehr wenige. Vorsicht ist speziell für immunschwache Personen geboten – besonders für jene, denen die Milz entnommen wurde.

Im Körper setzen sich die Babesien in den Erythrozyten – wie die roten Blutkörperchen auch genannt werden – fest und vernichten diese. Der Abbau der zerstörten Blutkörperchen geschieht über den Harn, der sich dadurch rot färbt. Roter Harn ist aber nur eines der Symptome, an denen die Hunde-Malaria erkannt werden kann – auch hohes Fieber tritt im Falle einer Infektion auf.

Rasche Behandlung hat Priorität

Prinzipiell kann aufgeatmet werden: Hunde-Malaria ist heilbar. Medikamente, die auch in der Human-Malaria-Therapie angewendet werden, machen den Vierbeiner schnell wieder fit. Wichtig ist aber, dass die Krankheit rasch erkannt und behandelt wird! Daher soll bei ernsthaft wirkenden Symptomen nicht allzu lange abgewartet werden – ein Besuch bei der Tierärztin oder beim Tierarzt des Vertrauens bringt umgehend Klarheit. Darüber hinaus gibt es für den Hund eine Schutzimpfung. Zwar besteht auch mit ihr noch ein Restrisiko, das Krankheitsausmaß fällt aber bei einer Ansteckung deutlich geringer aus.