Die HD (Hüftgelenksdysplasie) ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Skeletts im Bereich der Hüftgelenke.
Die HD (Hüftgelenksdysplasie) ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Skeletts im Bereich der Hüftgelenke. ©Fotolia

Am Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) konnte eine Forschergruppe rund um Professor Dr. Ottmar Distl Genvarianten beim Deutschen Schäferhund entschlüsseln, die in weiterer Folge zur Ausprägung der Hüftgelenksdysplasie verantwortlich sind. Dabei kommt es zu einer Fehentwicklung der Hüftgelenke, die eine normale, schmerzfreie Beweglichkeit des Gelenks erschwert oder sogar unmöglich macht. Laut einem Bericht auf www.animalhealthonline.de haben die Forscher für ihre Ergebnisse über 1000 Schäferhunde untersucht. Bislang wurden in der Zucht auffällige Tiere ausgeschlossen um so die Weitergabe dieser Fehlbildung möglichst zu vermeiden und aus betroffenen Rassen auszuschließen. Dennoch treten immer wieder auch bei unauffälligen Elterntieren Nachkommen auf, die sehr wohl an HD leiden. Mit der neuen Methode der Genanalyse ist es nun möglich, auch diese Fälle weitestgehend zu vermeiden.

HD-freie Zucht

Derzeit steht eine solche Analyse-Form für Deutsche Schäferhunde und Berner Sennenhunde zur Verfügung. Das Ziel der Forscher ist, auf Basis der umfassenden Analyse unterschiedlichster Rassen letztendlich eine immer genauere Information darüber zu erhalten, welche Mutationen des Genoms zur Ausbildung der HD führen und damit immer mehr Rassen eine HD-freie Zucht zu ermöglichen.

Deutscher Schäferhund HD
Forscher haben die Genmutationen, die zur HD-Erkrankung beim Deutschen Schäferhund führen, entschlüsselt. ©magicon