Sie liegen im Trend, aber wie sinnvoll sind sie wirklich? Auch wenn das Mäntelchen für den Hund noch oft als überflüssig angesehen wird – oft macht es durchaus Sinn.

Lang hat’s gedauert, aber jetzt steht der Winter vor der Tür. Und mit ihm Kälte und Nässe. Dass da nicht nur dem Zweibeiner friert, mögen so manche Hundebesitzer nicht ganz verstehen. Vor allem jene nicht, die im Rudel mit Fellnasen wie Berner Sennenhund und Co. leben. Bei Hunden mit weniger Fell sieht es jedoch oft ganz anders aus. Legt Frauchen oder Herrchen ihnen bei diesen Temperaturen dann einen Mantel an, können sie durchaus davon profitieren. Und müssen dem nächsten Spaziergang dann nicht ganz so entgegenzittern.

Mops mit Mantel - Winter
Viele Hunde sind über einen wärmenden Mantel sehr dankbar. Foto: © pixabay

Welcher Mantel für welchen Hund?

Welche Hunde profitieren also vom modischen Kleidungsstück? Zum Einsatz kommen sollten sie bei jenen „mit zu wenig Unterwolle, bei älteren oder kranken Tieren, sowie bei Vierbeinern mit Problemen des Bewegungsapparates“, rät die Pfotenhilfe in einer Aussendung. Hunde verbringen heutzutage die meiste Zeit gemeinsam mit uns Menschen in beheizten Räumen. Dadurch bilden sie deutlich weniger Unterwolle, als Hunde die im Freien gehalten werden.

Viele Rassen, die ursprünglich aus Gegenden stammen, wo es im Winter weit weniger abkühlt als in unseren Breiten, können sich normalerweise durch Bewegung warmhalten. „Wenn der Hund jedoch von uns im Schritttempo an der Leine geführt wird, er sehr jung oder bereits einige Jährchen am Rücken hat und beim Spaziergang auch noch Pausen eingelegt werden, kann es durchaus vorkommen, dass der Vierbeiner zu frieren beginnt.“ erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. Auch Hunde, die Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, sind bei diesen Temperaturen mit einem wärmenden Mantel besser aufgehoben. „Bei Kälte und Nässe verspannen sich die Muskeln und das kann dann zu Schmerzen führen. Daher sollte man kranke oder ältere Hunde mit der richtigen Bekleidung schützen.“ fügt Sautner hinzu.

Mode nicht vorrangig

Wobei natürlich das Aussehen des Mantels Nebensache sein sollte. „Das Material sollte atmungsaktiv, unbedingt wasserabweisend und innen mit Stoff oder Fleece gefüttert sein. Es gibt auch spezielle Mäntel, die die körpereigene Wärme reflektieren und damit zu einer schnelleren Muskelerwärmung führen. Während auf rein modische Accessoires, wie bedruckte T-Shirts oder Pullover laut der Pfotenhilfe verzichtet werden kann, können funktionale Mäntel somit im Einzelfall durchaus ein Gewinn für Hunde sein“, so die Pfotenhilfe. Wichtig ist, dass er gut passt und den Vierbeiner in seiner Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Und ihn nicht zuletzt langsam und geduldig an das neue Kleidungsstück gewöhnt.