Hundeliebe in den Genen verankert Foto: © Pexels
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Ist Hundehaltung (auch) genetische Veranlagungssache?

Der Hund wurde als erster Vierbeiner domestiziert. Seit zumindest 15.000 Jahren teilt er eine enge Beziehung mit dem Menschen. Wissenschaftler der Universitäten Uppsala und Liverpool untersuchten nun in einer jüngst veröffentlichten Studie den Zusammenhang von Hundeliebe und Genetik. Sie gingen also der Frage nach: Hat sich die jahrtausendelange Interaktion mit dem Hund bereits in unsere Gene geschrieben?

Die Studie

Grundlage der Studie stellte das schwedische Zwillingsregister dar. Damit konnten mehr als 35.000 Zwillingspaare, die zwischen 1926 und 1996 geboren wurden, untersucht werden. Eineiige Zwillinge eignen sich für diese und ähnliche Studien besonders. Denn: sie teilen dasselbe Erbgut, unterscheiden sich aber in puncto Umwelteinflüsse. Verhalten sich eineiige Zwillinge also entsprechend häufig in denselben Dingen gleich, liegt der Schluss nahe, dass biologische bzw. genetische Ursachen verantwortlich sind. 

Hundeliebe in den Genen verankert Foto: © Pexels
In der Frage, wie groß unsere Hundeliebe ist, scheint auch die Genetik eine Rolle zu spielen... Foto: © Pexels

Und auch hier verhielt es sich so: In der überwiegenden Anzahl an Fällen hielten beide Zwillinge einen Hund – oder wollten beide keinen. Bei zweieiigen Zwillingen, deren Erbgut nur so ähnlich ist wie bei “normalen” anderen Geschwistern, bestanden solche Gemeinsamkeiten nur mehr in einer Hälfte aller Fälle. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass unsere Hundeliebe wohl tatsächlich mitunter auch genetisch verankert ist.