Körpersprache beim Hund: Ohren © Pexels
Die Ohren eines Hundes verraten dem Kenner einiges. Foto: © Pexels

Bellos Körpersprache: Was sagen mir die Ohren?

Hunde kommunizieren hauptsächlich über ihren Körper. Um diese Sprache richtig verstehen zu können, muss immer der gesamte Hund beobachtet werden. Hier widmen wir uns einem kleinen Detail der Körpersprache, den Ohren.

Die Stellung der Ohren kann uns einiges über Absicht und Motivation der Hunde verraten. Man könnte sie auch als eine Art „Stimmungsbarometer“ bezeichnen.

Ein guter Indikator für den Menschen am anderen Ende der Leine

“Ach Großmutter, was hast du so große Ohren?”, rief das Rotkäppchen. – “Damit ich dich damit besser hören kann!”

Schon für Rotkäppchen waren die Ohren der erste Hinweis darauf, dass gleich etwas passieren könnte. Hätte sie hier schon reagiert, wäre das Märchen wohl anders verlaufen. Uns Hundehaltern geht es oft gleich. Wir können brenzlige Situationen schon an kleinen Veränderungen in der Körpersprache der Hunde erkennen. Reagieren wir zeitnah, können wir unsere Hunde oft leicht aus Situationen befreien, die vielleicht sonst sogar eskaliert wären. Doch dafür muss man die Körpersprache erst einmal richtig deuten können. Die Ohren sind oft der erste Indikator, der auch für den Menschen am anderen Ende der Leine relativ gut erkennbar ist.

Verschieden und doch gleich?

Schlappohren, Stehohren, extrem behaarte Ohren, sehr schwere Hängeohren… Die Rassehundezucht hat viele verschiedene Varianten von Ohren hervorgebracht. Das bedeutet auch, dass die Kommunikation immer ein bisschen unterschiedlich aussieht. Hunde mit Stehohren können meist klarer in ihrer Kommunikation sein als Hunde mit Schlappohren. Hunde mit kupierten Ohren können so gut wie gar nicht mehr mit ihren Ohren kommunizieren – Missverständnisse vorprogrammiert!

Dennoch kann man einige „Standardvarianten“ erkennen und so einige Punkte über Bellos Ohrenhaltung verallgemeinern. So zeigen die Ohren des Hundes meist dorthin, wohin er seine Aufmerksamkeit richtet. Ist die Aufmerksamkeit des Hundes nach vorne gerichtet, werden auch die Ohren in diese Richtung gehalten und nach vorne aufgestellt. Dies geschieht beispielsweise bei der Jagd oder beim offensiven Drohen.

Körpersprache beim Hund © Pexels
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Je aufmerksamer und selbstsicherer der Hund ist, desto höher werden die Ohren gehalten. Bei Hunden mit Schlappohren kann man dies noch an der Ohrwurzel erkennen – sie bewegt sich etwas nach vorne. Nur aufstellen können diese Hunde ihre Ohren nicht mehr. Übrigens: Unsere Vierbeiner können ihre Ohren unabhängig voneinander in unterschiedliche Richtungen bewegen! So können sie besser herausfinden, wo ein Geräusch seinen Ursprung hat. Eine geniale Funktion!

Zur Seite gedrehte Ohren zeigen wiederum Unsicherheit, Neugier oder einen Konfliktzustand. Eine häufige Lesart lautet: Bello ist sich noch nicht ganz klar darüber, wie er in einer Situation reagieren soll. Mit flach nach hinten angelegten Ohren signalisiert er Unsicherheit bis hin zu Angst.

Jeder Hund ist ein Individuum

Keine dieser Haltungen darf isoliert interpretiert werden! Um eine wirkliche Idee zu bekommen, was eventuell gerade in einem Hund vorgeht, kommt es auf das Gesamtbild an. Die Haltung der Ohren ist nur ein kleiner Teil im großen Puzzle Körpersprache Hund. Begeben Sie sich also auf Entdeckungsreise und lernen Sie die Körpersprache Ihres Hundes kennen. Wir wünschen viel Spaß beim Puzzeln!