Hund fängt einen Ball
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Verschluckte Gegenstände können für Hunde tödlich sein. Ein Tierarzt klärt über Gefahr und richtige Reaktion auf.

Viele Hunde verschlingen nur zu gerne Essensreste oder zerkauen Gegenstände aus dem Haushalt. Doch beim Verschlucken können Fremdkörper zur Lebensgefahr werden. Reinhard Hirt ist Facharzt für Gastroenterologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und hat täglich mit Patienten zu tun, die aufgrund ihrer Gier Probleme bekommen haben.

Genau beobachten

„Wenn Ihr Hund auf der Straße etwas frisst, sollten Sie ihn stets genau beobachten“, warnt der Veterinär. „Vor allem in Städten kann es sich um gefährliche Gegenstände oder Gift handeln.“ Es empfiehlt sich, immer nachzusehen, was der Vierbeiner gefressen haben könnte, und die Reste davon mit zum Tierarzt zu bringen. „Er kann den Hund medikamentös zum Erbrechen bringen.“

Notfall: Darmverschluss

Besonders gefährlich sind feste Fremdkörper, wie Spielzeuge, Steine oder Kastanien. Durch Röntgen oder Ultraschall muss geklärt werden, wo sich die Gegenstände genau befinden. Runde Dinge, Kleidungsstücke und Toilettenartikel werden meist endoskopisch entfernt, bei scharfrandigen Gegenständen wird üblicherweise operiert. „Wenn der Hund nicht mehr frisst, erbricht, blutigen Durchfall hat oder keinen Stuhl mehr absetzt, muss man sofort zum Tierarzt gehen – dahinter können innere Verletzungen oder ein Darmverschluss stecken“, erklärt Hirt.

Unterwäsche im Bauch

Zum Teil gibt es skurrile Fälle: Ein Hund hatte 39 Plastikstücke im Magen, ein anderer verschluckte einen Tanga – allerdings gehörte dieser nicht dem Frauchen. Hirt: „Der Hund hat sich erholt, ob das auch für die Ehe des Besitzers gilt, weiß ich nicht.“