Welpen in Bananenschachtel
Gerade noch rechtzeitig wurden die kleinen Welpen gefunden. Foto: Pfotenhilfe

Erst vier Wochen jung und schon von der Mutter getrennt – so erging es acht Hundewelpen wenige Tage nach Silvester. Ausgesetzt wurden sie in einer Schachtel neben dem Müll.

Für acht Welpen nahm das Neue Jahr einen schrecklichen Anfang: viel zu früh wurden sie von ihrer Mutter getrennt – sie sind erst geschätzte vier Wochen alt – und in einer Bananenschachtel neben dem Müll auf dem Sportplatz in Rohr im Kremstal, Oberösterreich, ausgesetzt. In ihrem Unglück hatten sie allerdings doch großes Glück: sie wurden rechtzeitig gefunden und auf den Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen gebracht.

Sehr ängstlich

Dort kümmert man sich nun rührend um die zarten Hundebabys, die noch das Fläschchen und sehr viel Wärme und Geborgenheit brauchen – und ist nach wie vor fassungslos, wie herzlos mit so einem Tierleben umgegangen werden kann.

“Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist für die Tiere immer furchtbar, aber diesmal war es besonders arg. Seit dem 24. Dezember sind fünf davongelaufene Hunde und insgesamt 14 ausgesetzte beziehungsweise abgegebene Katzen auf unserem Tierschutzhof Pfotenhilfe angekommen. Und als trauriger Höhepunkt noch diese acht ausgesetzten Hundebabys, die sehr ängstlich sind. Ich verstehe nicht wie man so verantwortungslos sein und solch hilflose Babys einfach aussetzen kann. Wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt worden wären, hätte das ihr sicheres Todesurteil durch Erfrieren oder Verhungern bedeutet“, so Johanna Stadler, Pfotenhilfe-Geschäftsführerin, in einer Aussendung.

Die Tierschutzorganisation bereitet Anzeigen gegen unbekannt wegen Tierquälerei gemäß Strafgesetzbuch §222 vor. Dieser sieht für das Aussetzen von Tieren, die nicht fähig sind in der Freiheit zu leben, eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor.