Hundepärchen - monogam?
Hunde nehmen es mit der Treue in sexueller Hinsicht eher nicht sehr ernst. Foto: pixabay/JayMantri

Für immer und ewig? Die Frage, ob es Monogamie tatsächlich gibt, ist ja mitunter umstritten – auch bei unseren lieben Vierbeinern.

Das mit der Treue ist so eine Sache. Und bei der Frage, ob Monogamie in der Realität überhaupt existiert oder eher Prinz und Prinzessin im Märchen vorbehalten bleibt, scheiden sich mitunter die Geister. Zumindest ist das beim Menschen so. In der Welt der Vierbeiner gibt es durchaus Arten, wo Monogamie an der Tagesordnung steht und sich Pärchen ein Leben lang aneinander binden. Von rund 5.000 Säugetieren sind jedoch nur drei bis fünf Prozent, darunter zum Beispiel Pinguine, Schwäne – und Wölfe monogam.

Treuer Wolf

Spannend ist: Bei allem, was Wolf und Hund verbindet und gemeinsam haben – in diesem Punkt unterscheiden sie sich. „Wölfe sind einigermaßen monogam, Hunde gewöhnlich promisk“, erklärt Verhaltensforscher Kurt Kotrschal. Ein Wolfsrudel gleicht einem menschlichen Familienverband, die beiden Alphatiere sind für gewöhnlich monogam. Wobei Wissenschaftler zwischen sozialer und sexueller Monogamie unterscheiden. Der amerikanische Wolfsforscher L. David Mech behauptet allerdings, Wölfe seien „so monogam oder nicht monogam“ wie der Mensch.

Kurzinfo:

Wölfe zählen – im Gegensatz zu unseren Hunden – zu den Tierarten, die einigermaßen monogam leben. Wobei Wissenschaftler zwischen sozialer und sexueller Monogamie unterscheiden und erstere der gemeinsamen Aufzucht des Nachwuchses oder auch der gemeinsamen Jagd dient.