Ein gesunder Snack: die Karotte.
Ein gesunder Snack: die Karotte. Foto: © pixabay

Die ersten Schnupfennasen sind längst unterwegs. Übrigens nicht nur unter den Zweibeinern. Dass auch die Hundenase mitunter trieft, wenn das Wetter grau in grau und vor allem nasskalt ist, davon können viele Hundebesitzer ein Lied singen. Muss allerdings nicht sein – vor allem wenn man Bellos Immunsystem rechtzeitig einen kleinen Schubs gibt.

Viel Bewegung – ja, auch wenn es draußen nass und kalt ist – an der frischen Luft, ausreichende Ruhephasen, so wenig Stress wie möglich – das Immunsystem von Zwei- und Vierbeiner will gerade in der kalten Jahreszeit gestärkt werden. Bedenkt man, dass 80 Prozent des Immunsystems im Darm sitzen, sollte man jedoch auch die Ernährung nicht außer Acht lassen. Frisches Obst, Gemüse, Kräuter – diese Lebensmittel können helfen, das Immunsystem des Hundes zusätzlich zu stärken.

Vitamine

Allem voran ist es das „Vitamin C, obwohl der Hund nicht darauf angewiesen ist“, so Christine Iben vom Institut für Tierernährung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Etwa Äpfel und Bananen. „Karotten und Zucchini werden gut vertragen. Man kann auch Salatblätter mit ins Futter mischen. Einen hohen Gehalt an Vitamin C hat auch die Petersilie, das ist aber eine Frage des Geschmacks“, so Iben. Wobei gerade Karotten durch das enthaltene Betacarotin so gut für das Immunsystem seien. „Auch Gurken sind eine Möglichkeit, Zucchini werden in der Regel jedoch besser vertragen. Ebenso wie Blumenkohl“.

Vitamin C werde „bei Schlittenhunden empfohlen“, erklärt Iben. „Von Präparaten ist allerdings abzuraten, weil Harnsteine die Folge davon sein können. Letztendlich ist es immer günstig, Obst und Gemüse zu geben. Denn insbesondere Gemüse füllt, enthält aber wenig Energie. Gerade wenn man einen Vielfresser zu Hause hat, dient es als Magenfüller, der Hund bekommt nicht so schnell wieder Hunger“. Ob roh oder gekocht, das ist allerdings die Frage. „Wenn ich Gemüse roh gebe, bleiben die Vitamine erhalten. Die Verdaulichkeit ist jedoch oft besser, wenn man es kocht“, erklärt Iben. „Gurken sollte man auf jeden Fall kochen, denn sie sind schwer verdaulich.

Bierhefe wirkt durch die in ihr enthaltenen B-Vitamine „auch stabilisierend“, ebenso wie ab und an „ein Löffel Joghurt“ für die Darmflora.

Diese Nahrungsmittel stärken unter anderem das Immunsystem des Hundes:

  • Äpfel: hoher Gehalt an Pektin bindet Giftstoffe im Darm, wertvolle Inhaltsstoffe hemmen Bakterienwachstum
  • Bananen: sättigen, gut bei Durchfall, entzündungshemmend auf Verdauungsorgane
  • Karotten: hoher Gehalt an Karotin, unterstützt die Gesundheit von Augen, Haut und Fell, das Pektin schützt den Darm und die Darmschleimhäute
  • Zucchini: hoher Gehalt an Vitamin B1
  • Feldsalat: hoher Gehalt an Vitamin C, Kalium-, Eisen-, Phosphor- und Kalziumlieferant
  • Blumenkohl (nur in kleinen Mengen füttern, um Bauchkrämpfe zu vermeiden): hoher Gehalt an Vitamin C
  • Gurken: basenreich, harnsäurelösend
  • Petersilie: hoher Gehalt an Vitamin C, wirkt harntreibend und krampflösend, anregend auf die Verdauung
  • Kümmel: krampflösende Wirkung, kann Beschwerden im Verdauungstrakt und auch Husten lindern
  • Joghurt: Bakterien tragen zu einer gesunden Darmflora bei
  • Rohes Sauerkraut: hoher Gehalt an Vitamin C, gut für die Darmflora
  • Bierhefe: hoher Gehalt an Vitamin B