23. IRO Rettungshunde Weltmeisterschaft 2017

Heftiger Regen. Sturm. Sonnenschein. Das Wetter spielte bei der Rettungshunde-WM alle Stückchen. Aber alle Stückchen „spielten“ auch die mehr als 150 Hunde-Teams aus 25 Ländern der Welt.

Wegen der großen Teilnehmerzahl gab es an fünf Tagen Wettbewerbe, die täglich für Spannung sorgten. Hunde, die hervorragende Arbeit in der Nasensuche zeigten, konnten in der Unterordnung noch scheitern, wer in der Unterordnung ein perfektes Ergebnis erzielte, konnte wiederum auch noch in der Nasenarbeit durchfallen.

In der Einzelwertung war Isabell Kühn aus Deutschland die einzige Starterin des Turniers, die ein „vorzüglich“ bekam. In der Trümmer-Suche kam sie auf 196 (von 200 möglichen) Punkte, in der Unterordnung erreichte sie 96 (von 100). Gesamt: 292 mit ihrem Border Collie „Spark“.
Isabell Kühn nahm übrigens bisher an allen 23 Rettungshunde-Weltmeisterschaften teil.

Sensationell schnitt die Ungarin Bea Belényi ab. Nach 87 Punkten in der Unterordnung bekam sie in der Trümmersuche das beste Ergebnis: 198 Punkte. Damit kam sie mit ihrem Malinois „Zen“ auf den 2. Platz.
Bea Belényi lebte übrigens viele Jahre in Österreich und arbeitete wissenschaftlich im „Wolf Science Center“ in Ernstbrunn/NÖ.

Bronze in der Trümmersuche bekam die Italienerin Astrid Laner mit ihrem Malinois „Oki Doki“.

Gute „Fährte“ für die Österreicher

Bester Österreicher war Peter Schüler auf Platz 10 mit seiner Malinois-Hündin Dora. Peter Schüler war schon fünf Mal Weltmeister – unter anderem vergangenes Jahr mit derselben Hündin in der Fährtensuche.

Besser schnitten die Österreicher in der Kategorie „Fährte“ ab. Wolfgang Ebner (Deutscher Schäferhund) erreichte den 3. Platz.

Gold holte Christa Steinborn aus Deutschland vor Denise Neumann, ebenfalls aus Deutschland. (beide starteten mit Deutschen Schäferhunden). Den 4. Platz belegte die Österreicherin Cara Tutschek mit Malinois „Dakar“.

In der „Fläche“ ging der Sieg an den Franzosen Pascal Beatse (Border Colle „Flash“). Silber gibt es für Sebastjan Strasnek aus Slowenien (Labrador Retriever „Thor“) vor Jenniefer Ericsson aus Schweden (Border Collie „Troja“).

Petra Jaensch führt auf Platz 11 das „Österreicher-Paket“ an: Hinter ihr folgen Matthias Salzburger, Birgit Ebner und Johann Höttinger.

Mit diesen Ergebnissen war auch die Reihung der Mannschaftswertung klar: 1. Platz für Deutschland/Staffel RHS Isar. Silber für das Team des deutschen Schäferhunde-Verbandes und Bronze für Schweden.

Einen großen Sieg konnte auch der „ÖGV Österreichischer Gebrauchshundesport Verband“ als Veranstalter dieser WM erzielen. Es gab absolut keine kritische Stimme – nur Lob und Danke!

ÖGV-Präsident Rudolf Wernisch: „Wir hatten und vorgenommen, eine perfekte WM auf die Beine zu stellen und aufgrund der Rückmeldungen dürfte uns das auch gelungen sein.“

Infos und Ergebnisse: www.rettungshunde-wm.at

Fotos: ÖGV/Cech – honorarfrei

23. IRO Rettungshunde Weltmeisterschaft 2017
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