Frau mit Labrador
Frauen sind Hunden und Wölfen gegenüber noch positiver eingestellt als Männer. Foto: iStock

Frauen und Männer denken unterschiedlich über Wölfe und Hunde, und Hunde werden als empathische Partner gesehen –  das und noch mehr fanden Schüler gemeinsam mit Mitarbeitern des Wolf Science Centers im Rahmen einer großen Umfrage heraus.

2.800 Personen nahmen an einer Umfrage im Rahmen eines „Sparkling Science“-Projekts teil, die von Schülern aus Gymnasien in Wien-Favoriten und Mistelbach zusammen mit Mitarbeitern des Wolf Science Centers in Ernstbrunn durchgeführt wurde.

So zeige sich etwa bei der Einstellung zum Hund, dass die aktive Fürsorge für den Vierbeiner ein angenehmes Gefühl gibt und man aus diesem Grund auch gerne für ihn da ist, wie der „Standard“ berichtet. Hunde werden auch als Helfer und empathische Partner gesehen, während beim Wolf für den Großteil der Befragten das aktive Engagement und der Schutz der Tiere im Vordergrund steht, gefolgt von einer spirituellen Beziehung zum Tier. Zudem wird auch ihre Rückkehr befürwortet und ihre Bedeutung als ökologischer Faktor hervorgehoben.

Stellt man also die Einstellung zu Hund und Wolf gegenüber, so steht beim Hund die Beziehung im Vordergrund, beim Wolf der Schutz. Beide Hauptmotive werden deutlich öfter von Frauen als von Männern genannt.

„Ich fand es überraschend, wie stark die Geschlechterklischees bestätigt wurden und Frauen bei Hunden und noch stärker bei Wölfen auf der besorgt-fürsorglichen Seite sind“, sagt Kurt Kotrschal, Verhaltensforscher und Mitbegründer des Wolf Science Centers.

Auch zwischen Jung und Alt gibt es Unterschiede. Jüngere würden, auch wenn sie Wölfen gegenüber positiv eingestellt sind, einen Wald, wo Wölfe vorkommen, eher meiden. Befragte über 60 Jahren würden einem solchen Spaziergang viel entspannter gegenüber stehen.