Birkenzucker ist pures Gift für Hunde
Auf den Verpackungen leider nicht ausgeschrieben: Für Hunde kann Xylitol tödlich enden. Foto: © pixabay

Immer häufiger findet er Einzug in die gesunde Küche – leider nicht selten auch in die Mägen der Hunde vieler unwissender Besitzer. Denn was noch wenig bekannt ist: Für Vierbeiner ist Birkenzucker pures Gift.

Er ist im Trend und dem gesundheitsbewussten Zweibeiner längst ein Begriff. Und eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Zucker. Denn er hat nur wenige Kalorien und beeinflusst den menschlichen Blutzuckerspiegel nicht. So gesund er für den Mensch ist – für den Hund ist er alles andere als harmlos. Ganz im Gegenteil. Vergiftungsfälle mit Birkenzucker, oder Xylitol, häufen sich, weil viele Hundebesitzer noch nicht wissen: nur wenige Gramm können für den Vierbeiner tödlich enden.

Verheerende Auswirkungen

Bei Hunden führt Xylitol zu einer starken Ausschüttung von Insulin, die wiederum zu lebensbedrohlichen Hypoglykämien (Abfall des Blutzuckerspiegels) führt. Auch kann es zu schweren Leberschäden bis hin zu einem tödlichen Leberversagen kommen. Als tödliche Dosis gilt für einen Hund etwa 3-4 Gramm Xylitol pro Kilogramm Körpergewicht. (http://www.vetzentrum.de)

Es kommt auf jeden Fall zu Erkrankungen, obwohl in einer Studie ein Zusammenhang zwischen der Dosis und der Schwere der Erkrankung nicht festgestellt werden konnte. In einem Fallbericht führten 3 g/kg  zu schwerer Hypoglykämie, wobei der Hund aber gerettet werden konnte. In einem anderen Fall – 3,7 g/kg – überlebte ein English Springer Spaniel mit Intensivtherapie“, so Professor Christine Iben von der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Also Vorsicht: Kuchen, die mit Birkenzucker gesüßt sind, außer Reichweite des vierbeinigen Lieblings stellen. Sollte er doch genascht haben heißt es sofort: ab zum Tierarzt.